Wieder dürfen wir berichten, dass auch unser zweiter Teil des diesjährigen Jugendaustauschs ein voller Erfolg war. Die 15 israelischen Jugendlichen waren dazu vom 08.08. bis zum 19.08.2018 in Kassel.
Einige Kasseler Jugendliche waren freiwillig und sehr früh am Morgen des 08. August mit dem Bus den Israelis entgegen gefahren, um sie am Frankfurter Flughafen abzuholen.
Der Begrüßungsabend im „Riverside“, wo so viele Gasteltern anwesend waren wie noch nie, begann mit einem Unwetter und endete in einem bezaubernden sonnigen Abend mit phantastischem Grillbuffet, tollen Gesprächen und bestens gelaunten Jugendlichen.
Bereits am nächsten Tag trafen die Jugendlichen den Oberbürgermeister Christian Geselle im Rathaus und lauschten später der Geschichte des Aschrottbrunnens.
Im Kasseler Kletterwald schaffte es ein israelischer Jugendlicher, sich tatsächlich aus der Sicherung zu lösen, was eigentlich unmöglich ist. Nach kurzem Schrecken konnte die Situation aber glimpflich gelöst werden.
Die Besuche der Grimmwelt, des Grenzmuseums „Schifflersgrund“, von Bad Sooden-Allendorf, der Grube Gustav, dem Meißner, des Sara Nussbaum Zentrums und des Edersees verliefen wie geplant und erfreuten alle Teilnehmer.
In den zwei Tagen in Hamburg strapazierten die Israelis mit ihrer lebhaften Art etwas die Jugendherberge. Beim Besuch der KZ Gedenkstätte Bergen-Belsen kehrte dann aber schnell wieder Ruhe und tiefe Betroffenheit bei den Jugendlichen ein. Auch der Besuch der Kasseler Synagoge war von Ehrfurcht geprägt.
Binnen weniger Stunden gelang es uns auch für eine Israelin eine neue Gastfamilie zu finden. Unser aller Dank habe ich dieser Familie am letzten Tag beim Grillabend im Bootshaus der ASS überbracht und dort ein glückliches israelisches Mädchen angetroffen.
Im besagten Bootshaus haben wir dann die israelischen Jugendlichen, wie zu erwarten bei bestem Wetter, verabschiedet. Dazu waren neben den deutschen und israelischen Jugendlichen zahlreiche Eltern, alle Lehrer und der halbe Vorstand der DIG anwesend.
Sie merken, solch eine Jugendbegegnung ist immer gefüllt von vielen Überraschungen, aber zu sehen, mit welcher Energie diese jungen Menschen sich begegnen und ein anderes Land und eine andere Kultur kennenlernen, ja geradezu in sich aufsaugen, entschädigt für Kleinigkeiten, die nicht nach Plan verlaufen und diese Begegnung gerade so spannend macht.
Die Kasseler DIG, als Veranstalterin der beiden jährlichen Jugendbegegnungen, ist bei Vorbereitung und Durchführung auf die Kooperation mit den beteiligten Kasseler Schulen angewiesen. Ich möchte daher an dieser Stelle die Albert-Schweitzer-Schule und der Elisabeth-Knipping-Schule ausdrücklich für die vertrauensvolle, engagierte und sehr gute Zusammenarbeit danken.