Die Geschichte der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. wurde 1966 -ein Jahr nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel- von führenden Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens in Deutschland gegründet.


Gründungspräsident war Gerhard Jahn, ihm folgten Prof. Dr. Ernst Benda, Heinz Westphal, Erik Blumenfeld, Hans Koschnick, Manfred Lahnstein und Dr. Johannes Gerster und ab Oktober 2010 Reinhold Robbe, alles klangvolle Namen der politischen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Initiatoren wollten ein Zeichen setzen, dass es die Deutschen nach der Shoah ernst meinen mit ihrem Wunsch nach Verständigung mit den Juden. Das Existenzrecht und die Sicherheit Israels machten sie zu ihrem vornehmsten Anliegen. Schnell setzte sich die Überzeugung durch, dass die zunächst auf zentrale Aufgaben ausgerichtete Arbeit der Gesellschaft durch örtliche und regionale Aktivitäten ergänzt werden sollte.

Berlin war eine der ersten Städte, in denen eine Arbeitsgemeinschaft der DIG gegründet wurde. Heute gibt es in ganz Deutschland 52 Arbeitsgemeinschaften mit fast 5.000 Mitgliedern, die eigenständig Vorträge, Seminare, Konzerte etc. zu deutsch-israelischen und verwandten Themen organisieren.

1974 gelang es, mit der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG) eine Partnerorganisation auf israelischer Seite aufzubauen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte der gerade nach Israel zurückgekehrte erste Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland, Asher Ben-Nathan, der bis Ende 2007 der Präsident der Gesellschaft war und heute Ehrenpräsident ist. Seit Januar 2008 war der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Herr Avi Primor, Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft und seit Januar 2011 ist es nun Grischa Alroi-Arloser.

Im Jahre 1975 wurde die Arbeitsgemeinschaft Kassel ins Leben gerufen.

Seit 1978 finden im jährlichen Wechsel in Israel bzw. Deutschland gemeinsame Konferenzen von DIG und IDG statt, an der auch Mitglieder der Deutsch-Israelischen bzw. Israelisch-Deutschen Parlamentariergruppe teilnehmen. Zweck der Konferenzen ist es, Themen des bilateralen Verhältnisses zu diskutieren und das Interesse der Öffentlichkeit in beiden Ländern für die Entwicklung und positive Gestaltung der gegenseitigen Beziehungen zu gewinnen.

1983 nahmen an einer solchen Konferenz erstmals junge Leute aus Israel teil, die sich als Jugendforum der IDG verstanden, 1986 wurde auf deutscher Seite das DIG-Jugendforum gegründet. Die Mitglieder beider Foren treffen sich regelmäßig abwechselnd in Israel und in Deutschland und führen eigene Konferenzen durch. Bei diesen Treffen geht es um Fragen des deutsch-israelischen Verhältnisses speziell aus Sicht der Nachkriegsgenerationen beider Länder.

Nicht weniger wichtig ist dabei das gegenseitige Kennenlernen im Rahmen gemeinsamer Freizeitunternehmungen, bei denen auch Freundschaften entstehen. Seit der Wiedervereinigung haben sich in den neuen Bundesländern 10 DIG-Arbeitsgemeinschaften gebildet, deren Anfänge auf den ehemaligen Arbeitskreis DDR-Israel zurückgehen. Das darin zum Ausdruck kommende Interesse an Israel ist umso erfreulicher, als das offizielle Israel-Bild der früheren DDR ausgesprochen negativ war.




 
 

Informationen des Präsidiums